Zitterpartie gegen zehn Bremer, aber am Ende bleiben die Punkte in Müngersdorf

13.4.2026

Am gestrigen Sonntag stand die Heimpremiere für unseren neuen Coach auf dem Programm. Ein Spiel, in dem es um einiges ging, auch wenn es am Ende nur maximal drei Punkte sein würden. Die Ergebnisse der Konkurrenz am Samstag waren nahezu optimal, und mit einem Sieg gegen Werder würden wir einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen können. Soweit die Voraussetzungen.


Zum Einlaufen der Teams präsentierte die Wilde Horde eine gigantische Choreo für den im März verstorbenen Nicolas. Ein wirklich bewegendes Bild zum Start, und nach dem Spiel hing im Gästeblock ein Transparent für den jungen Kölner als letzten Gruß.
Das Spiel startete nahezu ideal für uns. Kaminski, der später von den Fans zum Spieler des Spiels gewählt wurde, wurde im Strafraum gefoult, und Said nahm sich selbstbewusst den Ball und brachte uns sicher, früh in Führung – 1:0 nach sieben Minuten.


Als dann in der 24. Minute Friedl die Rote Karte für eine Notbremse an Ache erhielt, wurden die Voraussetzungen für den dringend benötigten Heim-Dreier noch besser. Allerdings schafften wir es nicht, das Ergebnis vor der Pause noch auszubauen. So stand ein dünnes 1:0 gegen zehn Werderaner auf der Anzeigetafel.
Zum Start der zweiten Hälfte war es dann der gerade eingewechselte Castro-Montez, der zum vermeintlichen 2:0 traf. Allerdings hatte der VAR etwas dagegen und entschied nach Ansicht der TV-Bilder auf Abseits. Alle, die das Bild später gesehen haben, haben sich vermutlich ähnlich an den Kopf gefasst wie wir. So ging es weiter mit dem 1:0.


Die neue Gefährlichkeit bei Standards, die schon in den letzten Spielen sichtbar war, zahlte sich in der 66. Minute aus. Der Bremer Schlussmann hatte erst Hilfe vom Pfosten, dann hielt er den ersten Kopfball von Ache, hatte allerdings beim Nachschuss das Nachsehen. Ein Tor von Ragnar des Willens. 2:0, scheinbar alles klar.
In der 76. Minute war es eben jener Ache, der im Strafraum einen Bremer foulte, und nach Ansicht der Bilder des VAR entschied der Schiri auf Elfmeter für Werder. Die Chance ließen sie sich nicht nehmen, und plötzlich stand es nur noch 2:1. Jetzt sollte das Zittern beginnen. Der FC erspielte sich viele Chancen, aber diese blieben leider ungenutzt, und so dauerte es bis zur Nachspielzeit, bis Johannesson zum 3:1 abschließen konnte. Das war die Entscheidung, auch wenn der DFB das Tor als Eigentor des Bremer Schlussmanns wertete.


Beim Schlusspfiff kannte der Jubel bei den Fans keine Grenzen, und auch dem Team schien ein riesiger Stein vom Herzen gefallen zu sein. Die drei Punkte waren extrem wichtig, auch durch die Vorlage aller, die unten mit um den Klassenerhalt spielen.
Jetzt gilt es, sich kurz zu freuen und dann die kurze Woche sinnvoll zu nutzen, um bereits am Freitagabend bei St. Pauli nachzulegen. Die Hamburger müssten angeschlagen sein, gerade nach dem letzten Spiel gegen die Bayern, das mit 0:5 verloren wurde.

Also come on FC! Auswärtssieg wäre jetzt schon geil. Let’s Go