Rückblick auf den FC-Stammtisch 06.03.2026

6.4.2026

Am 06.03.2026 war es so weit: Die Südkurve im Geißbockheim war gut gefüllt, als wir zum FC-Mitgliederstammtisch zusammenkamen. Es war eine richtig gute Mischung im Saal – von alteingesessenen Fans bis zu jüngeren Mitgliedern war alles dabei. Genau diese bunte Mischung hat gezeigt, dass die 50+1-Regelung uns alle bewegt, egal wie lange wir schon zum FC gehen. Es ging um nichts Geringeres als die Seele unseres Sports, und was oft wie trockene Jura-Kost klingt, wurde an diesem Abend richtig lebendig. Schon bei der Begrüßung durch Christoph Biermann merkte man: Hier geht es um Haltung. Es war kein bloßes Abspulen von Fakten, sondern ein echtes Bemühen, uns dieses komplexe Thema greifbar zu machen. Und die Runde auf dem Podium hatte es wirklich in sich – da saß geballte Expertise, von Andreas Rettig über Thomas Treß bis hin zu unseren eigenen Leuten, Philipp Türoff und Jörg Alvermann.

Ein Blick zurück und die Angst vor dem Ausverkauf

Andreas Rettig nahm uns mit auf eine kleine Zeitreise. Er erinnerte daran, dass 1963 noch alles zu 100 Prozent in Mitgliederhand war. Dass wir heute über Sondergenehmigungen für Leverkusen oder Wolfsburg diskutieren müssen, zeigt, wie sehr sich der Fußball verändert hat. Jörg Alvermann sprach uns dabei aus der Seele, als er sagte, dass ein Verein mit seiner demokratischen Satzung ein hohes Gut ist – gerade in einer Welt, in der uns solche festen Werte oft fehlen.

Geld ist nicht gleich Teufelszeug, aber...

Interessant war der Einblick von Thomas Treß aus Dortmund. Er vertrat die Ansicht, dass Kapital vom Markt nichts Schlimmes sein muss, solange man es treuhänderisch verwaltet und dem Vereinszweck dient. Aber die Warnung von Journalist Chaled Nahar hallte danach umso lauter: Anteile sind schnell verkauft, und wenn das Geld einmal weg ist – wie man es bei Hertha BSC gesehen hat – steht man vor dem Scherbenhaufen. Die Stimmrechtsmehrheit muss einfach beim Verein bleiben. Punkt.

Was das für unseren FC bedeutet

Für uns war es besonders wichtig zu hören, wie unser Vorstand dazu steht. Philipp Türoff war da sehr klar: Investoren sind beim FC aktuell kein Thema. Und selbst wenn es mal um Partner geht, muss die Chemie und die Strategie passen. Wir sind ein Mitgliederverein, und das soll auch so bleiben. Nach gut zwei Stunden Diskussion durften wir dann selbst ran. Es war kein einseitiger Vortrag, sondern ein echter Austausch auf Augenhöhe mit einer lebendigen Fragerunde. Nach dem Abend hatte man das Gefühl, dass der FC hier wirklich eine klare Kante zeigt. Es tut gut zu wissen, dass wir nicht nur Zuschauer sind, sondern dass unser "Volkssport" aktiv verteidigt wird.

Ein gelungener Abend im Geißbockheim, der zeigt: 50+1 ist kein Paragrafendschungel, sondern unser Schutzschild.