News vom 23.04.2017

„KRITIK ERWÜNSCHT – BELEIDIGUNGEN NICHT“

fans1991 distanziert sich ausdrücklich von den beleidigenden Plakaten, die beim Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am vergangenen Freitag nicht nur Dietmar Hopp, sondern auch dessen persönliches Umfeld beleidigten.

Um es ganz klar zu sagen: Auch wir, fans1991, kritisieren Konstrukte wie RB Leipzig, Hoffenheim, Wolfsburg. Doch diese (berechtigte) Kritik sollte sich an die Konstrukte wenden – nicht Personen persönlich beleidigen, und schon gar nicht deren Familien. Weder hilft es, noch entspricht es unseren Werten von Respekt und Toleranz. Als weltoffener Verein in einer weltoffenen Stadt stehen auch wir Fans für diese Weltoffenheit ein. Das haben wir immer wieder dokumentiert und daran sollte es keine Zweifel geben. Solche Plakate bewirken lediglich, dass Fußball-Deutschland uns, die Fans des 1. FC Köln, als die "Bösen" betrachtet. Das Konstrukt TSG Hoffenheim wird, mit Dietmar Hopp an der Spitze, in die Opferrolle gerückt. Dies kann nicht im Sinne unserer inhaltlichen Kritik sein, denn sie geht in der Diskussion und in den Medien völlig unter.

Doch nicht nur für Respekt stehen wir ein – an oberster Stelle steht das Wohl unseres Vereins, des 1. FC Kölns. Plakate wie vergangenen Freitag können da sind wir uns wohl alle einig, zu Strafen seitens des DFB führen. Dass Strafen aufgrund von "Schmähgesängen" äußerst fragwürdig sind, müssen wir hierbei nicht betonen. Wer entscheidet, wo beleidigend anfängt, wo es aufhört? Wer entscheidet, was "fußballtypisch" ist und was nicht? Mit diesen Strafen hat der DFB keinem einen Gefallen getan – sich selbst am allerwenigsten. Durch immer weitere und höhere Strafen erreicht der DFB genau das Gegenteil von dem, was er bezweckt: Die Kritik wird immer lauter, kennt keine Grenzen mehr. So gibt es hier nur Verlierer, auf allen Seiten. Aber wir, die Fans des 1. FC Köln könnten mit anderen Formen der Kritik am System Hoffenheim Gewinner sein. Daher möchten wir an alle Fans appellieren: Sagt eure Meinung, steht ein für Kritik – aber verlasst nicht die Ebene des Respekts und der Werte, für die der FC steht!